Wie ein Kauf über ACP abläuft
Wenn ein Nutzer in ChatGPT eine Bestellung auslöst, sendet ChatGPT die nötigen Bestelldaten über das Agentic Commerce Protocol an das Backend des Händlers. Der Händler nimmt die Bestellung an (oder lehnt sie ab), verarbeitet die Zahlung über seinen bestehenden Payment-Provider und übernimmt Fulfillment und Kundenservice. Entscheidend: Die Kontrolle und die Kundenbeziehung bleiben beim Händler.
| Schritt | Wer | Was passiert |
|---|---|---|
| 1 · Auswahl | Nutzer + Agent | Produkt wird im Chat ausgewählt |
| 2 · Order | ChatGPT | Bestelldaten gehen via ACP an das Händler-Backend |
| 3 · Zahlung | Stripe (SPT) | Shared Payment Token stößt Zahlung an – ohne Kartendaten offenzulegen |
| 4 · Abwicklung | Händler | Annahme, Zahlungsabwicklung, Fulfillment, Support |
Der Shared Payment Token (SPT)
Nachdem der Käufer seine bevorzugte Zahlungsart gewählt hat, stellt Stripe einen Shared Payment Token aus – ein neues Zahlungs-Primitiv, das es Anwendungen wie ChatGPT erlaubt, eine Zahlung zu initiieren, ohne die Zahlungsdaten des Käufers preiszugeben. Für Händler bedeutet das: kein neues Risiko-Setup, kein Bruch im bestehenden Zahlungs-Stack.
Warum ACP für Händler relevant ist
- Schnelle Integration: Wer Stripe nutzt, aktiviert agentische Zahlungen teils mit einer Zeile Code.
- Merchant of Record bleibt der Händler – Kundenbeziehung, Daten und Steuerlogik bleiben in Ihrer Hand.
- Offener Standard: Apache 2.0, plattform- und Payment-Provider-übergreifend implementierbar.
- Reichweite: Start mit Etsy, über eine Million Shopify-Händler folgen, Salesforce unterstützt das Protokoll.
ACP regelt das Wie des Kaufabschlusses. Wie die Zahlung darunter abgesichert wird, zeigt die Seite zu Agentic Payments; den eigentlichen Kaufprozess vertieft Agentic Checkout. Der konkurrierende, stärker zahlungszentrierte Ansatz von Google ist AP2.