A2A spricht – AP2 bezahlt
Der prägnanteste Satz zum Verständnis: A2A erlaubte Agenten, miteinander zu reden – AP2 erlaubt ihnen, zu transagieren. Technisch ist AP2 kein eigenständiges Protokoll, sondern eine formale Erweiterung von Agent2Agent (A2A) und lässt sich ebenso mit dem Model Context Protocol kombinieren.
Die drei Mandates
Der zentrale Mechanismus von AP2 ist das Mandate – ein kryptografisch signiertes Artefakt, das beweisbar festhält, was der Nutzer angewiesen hat. Getragen werden die Mandates als W3C Verifiable Credentials.
| Mandate | Hält fest | Beispiel |
|---|---|---|
| Intent Mandate | Die ursprüngliche Absicht des Nutzers | „Kaufe Laufschuhe, max. 120 €, Größe 43“ |
| Cart Mandate | Den konkret zusammengestellten Warenkorb | Bestimmtes Modell, Preis, Händler |
| Payment Mandate | Die autorisierte Zahlung | Signierte Freigabe der Transaktion |
Diese Kette macht jede Agenten-Transaktion auditierbar: Im Streitfall lässt sich nachweisen, dass der Agent genau im Rahmen der Nutzer-Anweisung gehandelt hat. Das ist die Antwort auf die größte Sorge bei Agenten-Zahlungen – Kontrolle und Haftung.
Launch-Partner
Google und Coinbase starteten AP2 mit Partnern wie Lowe’s Innovation Labs, ServiceNow, Salesforce, PwC, 1Password, Shopee und Worldpay – sie bringen reale Commerce-Workloads, Compliance-Wissen und Zahlungs-Infrastruktur über mehrere Regionen ein. AP2 behandelt zudem Stablecoins als erstklassige Zahlungsart neben Karten und Überweisungen.
AP2 ist Googles Antwort auf das stärker checkout-zentrierte ACP von OpenAI und Stripe. Wie Kartennetzwerke sich positionieren, zeigt Agentic Payments.