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Nachschlagewerk

Agentic-Commerce-Glossar

Alle wichtigen Begriffe rund um Agentic Commerce, Protokolle und Agenten-Zahlungen – verständlich erklärt, von A2A bis Shared Payment Token.

Zuletzt aktualisiert:

Agentic Commerce
Handel, bei dem ein KI-Agent im Auftrag eines Menschen oder Unternehmens eigenständig recherchiert, vergleicht, auswählt und kauft – statt dass ein Mensch jeden Schritt manuell klickt. Mehr →
Agent-to-Agent CommerceA2A Commerce
Spezialfall des Agentic Commerce, bei dem der Einkaufs-Agent des Käufers direkt mit dem Verkaufs- bzw. Merchant-Agenten verhandelt und transagiert – Maschine kauft bei Maschine. Mehr →
Agentic Commerce ProtocolACP
Offener Standard (Apache 2.0) von OpenAI und Stripe, der Käufer, ihre KI-Agenten und Händler verbindet, um Käufe nahtlos abzuschließen. Grundlage von ChatGPT Instant Checkout. Mehr →
Agent Payments ProtocolAP2
Offenes Protokoll von Google und Coinbase (Sept. 2025) für sichere, von Agenten ausgelöste Zahlungen. Erweiterung von A2A; nutzt kryptografisch signierte Mandates. Mehr →
Agent2AgentA2A
Offenes Protokoll (ursprünglich Google, heute Linux Foundation) für Nachrichtenaustausch und Capability-Discovery zwischen Agenten. Über 150 Organisationen beteiligt. Mehr →
Model Context ProtocolMCP
Von Anthropic eingeführter offener Standard, über den KI-Agenten Tools, Datenquellen und Funktionen (z. B. Shop-APIs) standardisiert anbinden. Mehr →
Instant Checkout
Funktion in ChatGPT, mit der Nutzer Produkte direkt im Chat kaufen – ausgeliefert über das Agentic Commerce Protocol, technisch abgewickelt mit Stripe. Mehr →
Shared Payment TokenSPT
Von Stripe eingeführtes Zahlungs-Primitiv, das es einer App wie ChatGPT erlaubt, eine Zahlung anzustoßen, ohne die Zahlungsdaten des Käufers offenzulegen. Mehr →
Mandate
Im AP2-Protokoll ein kryptografisch signiertes digitales Artefakt, das als prüfbarer Nachweis der Nutzer-Anweisung dient. Drei Typen: Intent, Cart, Payment Mandate. Mehr →
Verifiable CredentialVC
W3C-Standard für fälschungssichere digitale Nachweise. AP2 trägt seine Mandates als Verifiable Credentials. Mehr →
Visa Intelligent Commerce
Visa-Initiative, die von KI-Agenten ausgelöste Zahlungen authentifiziert, autorisiert und tokenisiert. Bündelt mehrere Agenten-Protokolle über eine Integration. Mehr →
Mastercard Agent Pay
Mastercard-Framework, das Agentic Tokens mit agenten-bewusster Identität und Checkout kombiniert, um Agenten-Zahlungen abzusichern. Mehr →
Agentic Token
Tokenisiertes Zahlungsmittel, das speziell für von Agenten ausgelöste Transaktionen ausgegeben wird und Berechtigungen / Limits kodiert. Mehr →
Merchant of RecordMoR
Die rechtlich für eine Transaktion verantwortliche Stelle. Im ACP bleibt der Händler Merchant of Record und behält die Kundenbeziehung. Mehr →
Capability Discovery
Mechanismus, über den ein Agent herausfindet, welche Fähigkeiten, Produkte oder Dienste ein anderer Agent anbietet – Kern von A2A. Mehr →
Product Feed
Strukturierter Datenexport eines Shops (z. B. Titel, Preis, Verfügbarkeit), den Agenten auslesen, um Produkte korrekt zu vergleichen und auszuwählen. Mehr →
Human-in-the-Loop
Kontrollprinzip, bei dem ein Mensch kritische Agenten-Entscheidungen (z. B. Zahlungsfreigabe) bestätigt. Mandates ermöglichen dies prüfbar. Mehr →
Stablecoin-Rail
Zahlungsweg über wertstabile Krypto-Token. AP2 behandelt Stablecoins als gleichwertige Zahlungsart neben Karten und Überweisungen. Mehr →
GEOGenerative Engine Optimization
Optimierung von Inhalten dafür, in KI-Antworten (ChatGPT, Perplexity, AI Overviews) zitiert zu werden – das Gegenstück zu klassischem SEO für Agenten. Mehr →
Agent-Readiness
Reifegrad eines Unternehmens, von Einkaufs-Agenten gefunden, verstanden und ausgewählt zu werden – von Produktdaten über Feeds bis Protokoll-Anbindung. Mehr →
Agentic Commerce AllianceACA
Von Shopware im Juli 2025 mit 15 Gründungspartnern initiiertes Bündnis für herstellerneutrale, offene Standards im agentischen Handel. Ziel ist es, Händler-Autonomie zu sichern und zu verhindern, dass wenige Plattformen den Zugang zum Agenten-Kanal kontrollieren. Mehr →
Agentic Shopping
Verbraucherseitige Sicht auf Agentic Commerce: Ein Shopping-Agent übernimmt Recherche, Vergleich und Kauf im Auftrag des Nutzers, der nur noch Absicht und Grenzen vorgibt. Mehr →
Shopping Agent
KI-Agent auf Käuferseite, der Produkte nach Eignung sucht, Gesamtkosten inklusive Versand vergleicht und die Bestellung auslöst. Gegenstück zum Verkaufs- bzw. Merchant-Agenten. Mehr →
Agent Card
Maschinenlesbarer Steckbrief eines A2A-Agenten mit Name, Endpunkt, unterstützten Formaten und konkreten Fähigkeiten (Skills). Grundlage dafür, dass fremde Agenten einen Verkaufs-Agenten überhaupt finden. Mehr →
Intent Mandate
AP2-Mandate, mit dem ein Nutzer vorab und mit Grenzen autorisiert – etwa Preisobergrenze und Gültigkeitsdauer –, damit ein Agent später ohne seine Anwesenheit kaufen kann. Mehr →
Cart Mandate
AP2-Mandate über den konkret zusammengestellten Warenkorb. Ist der Nutzer anwesend, signiert er es selbst; ist er abwesend, erzeugt der Agent es unter der Vollmacht des Intent Mandate. Mehr →
llms.txt
Textdatei im Wurzelverzeichnis einer Website, die KI-Systemen die wichtigsten Inhalte und Kernaussagen in kompakter Form bereitstellt. Ergänzt robots.txt, wird von der Google-Suche jedoch nicht ausgewertet. Mehr →
Prompt Injection
Angriff, bei dem eingeschleuste Inhalte – etwa in Produktbewertungen oder Tool-Rückgaben – von einem Agenten als Anweisung gelesen werden. Relevant für jeden, der Agenten Zugriff auf eigene Daten gibt. Mehr →
ERP-Fallback
Der Moment, in dem ein Beschaffungsagent im ERP des Einkäufers keine passende Antwort findet und auf die offene Recherche zurückfällt. Für nicht gelistete Hersteller und Zulieferer ist das der einzige Zugang zu einem Auftrag. Mehr →
Agent-Readiness
Reifegrad, der beschreibt, wie weit ein Unternehmen von Beschaffungsagenten gefunden, verstanden und ausgewählt werden kann. Fünf Stufen von 0 (nicht auflösbar) bis 4 (direkt abfragbar). Mehr →
Agent Share of VoiceAgent SoV
Anteil, mit dem ein Unternehmen in KI-Antworten auf ein festes Set realistischer Beschaffungsanfragen vorkommt, gemessen gegen alle dort genannten Anbieter. Kennzahl für einen Kanal, in dem eine Ablehnung kein Ereignis erzeugt. Mehr →
Entitätsauflösung
Vorgang, bei dem ein System Angaben aus mehreren Quellen derselben realen Firma zuordnet. Scheitert sie, werden Kompetenzen einem namensähnlichen Unternehmen oder dem eigenen Distributor zugeschrieben. Mehr →
Second Source
Bewusst aufgebaute Zweitquelle für ein Bauteil, um das Risiko der Einzelquellenabhängigkeit zu senken. Gesucht wird per Definition außerhalb des bestehenden Lieferantenstamms und damit im ERP-Fallback. Mehr →
AbkündigungEOL
Mitteilung eines Herstellers, dass ein Artikel ausläuft (End of Life). Löst beim Kunden die Suche nach einem form-, maß- und funktionsgleichen Ersatz aus – einer der häufigsten Auslöser des ERP-Fallbacks. Mehr →
ECLASS
ISO/IEC-normkonformer Klassifikationsstandard für Waren und Dienstleistungen, gepflegt vom ECLASS e.V. Ordnet Produkte in Klassen ein und definiert je Klasse die zulässigen Sachmerkmale. Früher als eCl@ss geschrieben. Mehr →
ETIM
Internationales Klassifikationsmodell für technische Produkte, getragen von ETIM International. Verbreitet in Elektrotechnik, Sanitär, Heizung und Bau; strukturiert Merkmale so, dass sie zwischen Handelsstufen austauschbar sind. Mehr →
BMEcat
XML-Format für den Austausch elektronischer Produktkataloge zwischen Lieferant und Kunde. Transportiert Artikeldaten, Preise und Klassifikation und ist im industriellen B2B der übliche Weg in die Beschaffungssysteme. Mehr →
Sachmerkmal
Benanntes technisches Attribut eines Artikels mit Wert und Einheit, etwa Schaltabstand oder Schutzart. Erst als Sachmerkmal wird ein Kennwert vergleichbar; im Fließtext oder in einer Bildtabelle existiert er für einen Agenten nicht. Mehr →
Artikelstammdaten
Im ERP gepflegte Kerndaten eines Artikels: Nummer, Bezeichnung, Klassifikation, Einheiten, Lieferantenzuordnung. Erste Anlaufstelle eines Beschaffungsagenten, weil dort geprüfte Daten liegen. Mehr →
Rahmenvertrag
Vereinbarung über Konditionen und Mengen mit einem gelisteten Lieferanten über einen Zeitraum. Für den Agenten die Anweisung, ohne Vergleich zu bestellen – und damit der Grund, warum gelistete Anbieter ohne Wettbewerb gewinnen. Mehr →
C-Teile
Artikel mit geringem Wert, aber hohem Beschaffungsaufwand, etwa Normteile und Verbrauchsmaterial. Weil die Prozesskosten je Bestellung den Warenwert übersteigen, trägt Automatisierung hier sofort. Mehr →
PIM
Product Information Management: System, in dem Produktinformationen zentral gepflegt und in Kanäle ausgespielt werden. Voraussetzung dafür, dass Website, Katalog und Feed nicht auseinanderlaufen, aber kein Ersatz für eine Eignungsbegründung. Mehr →
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